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presseschau Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche
Liechtensteiner Vaterland | 16. Januar 2009
Verliebt in die Vorstellung vom Leben
Vor einem begeisterten Publikum spielte Ute Hoffmann als «Shirley Valentine – oder die Heilige Johanna der Einbauküche », eine Komödie von Willy Russell, mit dem ihr eigenen jugendlichen Charme, Wortwitz und berührend tiefsinnigen Erkenntnissen, eine Ehefrau, der «im Laufe der Jahre das Leben abhanden gekommen ist».
Christa Tauern
Im einfachen Bühnenbild, das einer spiessbürgerlichen Küche nachempfunden wurde, hat Shirley, eine jung gebliebene Mitvierzigerin, munter schwäbelnd ihre Gedanken, Träume, aber auch ihren Frust über ihr Eheleben, das im Laufe der Zeit zu einem Dienstleistungsverhältnis verkommen ist, der Wand ihrer Einbauküche anvertraut, da ihr ja sonst niemand zuhört. Ihre zwei Kinder haben sich im modern-coolen Umfeld von ihr weg entwickelt, der Mann (nunmehr ER) verlangt absolute Pünktlichkeit und Hingabe, ohne Gegenleistung, versteht sich.
Geduldiges Gegenüber
Die Wand ist unglaublich geduldig. Sie hört sich ohne Widerworte Shirleys späte Freudsche Erkenntnisse an, von denen ER keine Ahnung hat, ihre Träume vom Mut, einmal vom Dach zu springen, ohne Angst vor Folgen, und es ihrer Freundin Jane nachzumachen (Feministin), einmal  in ihrem Leben zu verreisen, das Meer zu sehen und die Sonne des Südens auf ihrer Haut zu spüren. Und dann stellt sich heraus, dass Shirley  ja bereits die Einladung ihrer Freundin Jane zu einer Reise nach Griechenland in der Tasche hat. Doch jetzt fehlt ihr der Mut, ihren Mann  zwei Wochen allein zu lassen, mit der Wäsche, dem Kochen und überhaupt. Der Kampf beginnt mit dem inneren Schweine-hund, die
Komödie spitzt sich zu, überschlägt sich zuweilen, kommt aber zum guten Ende, denn nach der Überwindung aller Zweifel und Hemmschwellen  reist Shirley Valentine nach Griechenland und findet sich und das vordem abhanden gekommene Leben dort wieder.
Komik und tiefe Gefühle
Mit einer bemerkenswerten und professionellen Textpräsenz schwäbelt Ute Hoffmann ihre Pointen, lässt sie fallen wie heisse Kartoffeln, spielt alle im Stück vorkommenden Personen und hat zu einer erstaunlichen Darstellungsreife gefunden, die bei aller Komik tiefe Gefühle zulässt, ohne sentimental zu werden. Die Komödie spielt in England, die Dialektübersetzung stammt von Ute Hoffmann. Regie führt Romy Forlin.
(ct)
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St. Galler Tagblatt,  Regionkultur | 22. Oktober 2008, 01:05, ONLINE
Das Leben jenseits der Wand
Ute Hoffmann spielt im Keller der Rose das bekannte, zeitlose Ein-Frauen-Stück «Shirley Valentine oder Die Heilige Johanna der Einbauküche».
christina genova
st. gallen. Shirley Bradshaw, geborene Valentine, und ihr Mann Joe haben sich nicht mehr viel zu sagen. Ihnen ist das passiert, was die meisten Paare als Grund für ihre Trennung angeben – sie haben sich auseinandergelebt. Ausdruck der Einsamkeit in der Zweisamkeit sind die Zwiegespräche, die Shirley mit der Küchenwand hält.
Vor mehr als 20 Jahren feierte die Komödie «Shirley Valentine» von Willy Russell in Liverpool Premiere. Das erfolgreiche Bühnenstück wurde 1989 verfilmt, hat mehrere Preise gewonnen und am Broadway aufgeführt. Die in Bad Ragaz wohnhafte Ute Hoffmann, die ursprünglich aus der Nähe von Stuttgart stammt, bringt es in einer schwäbischen Dialektfassung zur Aufführung und zeigt, wie aktuell der Stoff noch ist. Premiere des Stückes unter der Regie der Theaterpädagogin Romy Forlin war Anfang letzten Jahres in Mels. Nach Aufführungen auf diversen Kleinbühnen der Ostschweiz, Süddeutschlands und in Vorarlberg macht «Shirley Valentine» nun halt im Keller der Rose.
Schauspielerin und Hausfrau Die One-Woman-Show um eine Hausfrau mittleren Alters ist Ute Hoffmann wie auf den Leib geschnitten. Die Schauspielerin kennt Freuden und Leiden einer Hausfrau und Mutter. Die dreifache Mutter hat über das Laientheater ihre Liebe zur Schauspielerei entdeckt. Anders als ihre Bühnenfigur wird sie aber von ihrem Mann bei der Verwirklichung ihres Traums tatkräftig unterstützt; so zeichnet er zum Beispiel für das Bühnenbild verantwortlich.
Ernüchtert, aber ohne Verbitterung und mit viel Galgenhumor zieht Shirley Bilanz: Die Kinder sind mittlerweile ausgeflogen, sie aber hat den Absprung aus einem Leben, das sie so eigentlich nie gewollt hat, verpasst. Traurig stellt sie fest: «Ich habe Angst, keinen Platz mehr zu finden im Leben jenseits der Wand.» Shirley schaut zurück auf all die verpassten Chancen und erinnert sich an die Träume, die sie hatte. Schliesslich gibt sie sich einen Ruck, bricht aus ihrem Alltag aus und macht sich auf «ins Land jenseits der Wand».
Mit Witz und Gefühl Dort wird ihr klar, dass eine Rückkehr in ihr altes Leben ausgeschlossen ist, denn: «Warum hat man dieses Leben,
wenn man keinen Gebrauch davon macht? Warum hat man all diese Gefühle, Träume und Hoffnungen, wenn sie sich nicht erfüllen?»             
St. Galler Tagblatt
Ute Hoffmann erzählt mit Spielfreude und -witz eine zeitlose Geschichte um Entfremdung und Emanzipation. Ihr Spiel hat so viel Power,                    ONLINE  
dass man ihr das ursprünglich brave Hausmütterchen kaum abnimmt. Mit viel Lust an der Provokation scheut sie sich nicht, Gefühle zu
zeigen und bleibt immer nah am Publikum
Prättigauer und Herrschäftler | Donnerstag, 24. Juli 2008
Die heilige Johanna der Einbauküche
(pl) Im Kulturschuppen Klosters stellte sich am letzten Donnerstag Schauspielerin Ute Hoffmann alias Shirley Valentine die Fragen nach dem Sinn des Lebens.
Seit zwanzig Jahren scheint Shirley Bradshaw, geborene Valentine die perfekte Ehefrau und Mutter zu sein. Doch der äussere Schein trügt. Die Kinder sind aus dem Haus, ihre Ehe gleicht einem Dienstleistungsverhältnis und ihr einziger Zuhörer ist die Küchenwand. Warum hat man all dieses Leben, wenn man keinen Gebrauch davon macht, fragt sich die Hausfrau. Ist das etwa schon alles gewesen? Als ihre Freundin Jane sie zu einem 14-tägigen Griechenlandurlaub einlädt, bricht ein regelrechter Platzregen voller Zweifel über Shirley herein. Und doch beschliesst sie, das Angebot ihrer Freundin anzunehmen und dem ehelichen Trott zu entfliehen. In Griechenland befreit sich die biedere Hausfrau schliesslich von  ihrem alten Leben. Sie entdeckt sich selbst, die Männer und das Leben jenseits der Küchenwand noch einmal neu.
Begeistertes Publikum

Das von Regisseurin Romy Forlin inszenierte und von Schauspielerin Ute Hoffmann brillant vorgetragene Stück «Shirley Valentine oder die heilige Johnanna der Einbauküche», präsentierte sich als anspruchsvolle, heitere, aber auch sehr tiefgründige Komödie. 1947 vom Engländer Willy Russell verfasst, vermochte das Ein-Frau-Stück das Publikum im Kulturschuppen Klosters restlos zu begeistern.

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Appenzeller Volksfreund | Dienstag, 16. Januar 2008
Befreiungsschlag einer Hausfrau
Ute Hoffman spielte im «Drei Eidgenossen» die bittersüsse Komödie «Shirley Valentine»
Die Schauspielerin Ute Hoffmann gab im «Drei Eidgenossen » eine begeisternde Vorstellung. Im Ein-Frau-Stück «Shirley Valentin – die heilige
Johanna der Einbauküche» liess sie das Publikum hautnah an Sorgen und Frust, an Zweifeln und am Befreiungsschlag einer englischen Hausfrau teilhaben.

Von Monica Dörig
Es war wieder einmal eng, aber sehr gemütlich in der Kulturgaststätte «Drei Eidgenossen» am Landsgemeindeplatz von Appenzell. In einer zur Küche umfunktionierten Ecke sprach die Hausfrau Shirley Valentin mit ihrer Einbauküche und dem Weisswein zu. Sie hat sich im Lauf der Jahre verloren und die Liebe ist ihr abhanden gekommen. Sie trauert   um ihr kleines Leben. Dabei wollte sie doch nur einmal verreisen in das Land hinter der Wand.
Emotionale Achterbahnfahrten
Sie sprach den Frauen oft so richtig aus dem Herzen: Shirley Valentine die Biedere, Anpassungswillige, Selbstlose. Mutter zweier erwachsener egoistischer Kinder, Gattin eines kaltschnäuzigen despotischen Briten. Auf ihre feministische Freundin Jane kann sie sich nicht wirklich verlassen. Immerhin hat ihr diese ermöglicht, Urlaub vom Hausfrauenalltag zu machen. Doch bis es soweit ist, macht Shirley Valentin emotionale  Achterbahnfahrtenmit. Auch ihr Selbstvertrauen und ihre Lebensfreude sind nämlich auf der Strecke geblieben. «Die Ehe ist wie der Nahe Osten. Es gibt keine Lösung. Mal ist es gut, mal schlecht. Am besten du bleibst in Deckung». Geduldige und oft einzige Zuhörerin ist für die nicht mehr ganz schlanke, vom Hausfrauen- und Mutterdasein gezeichnete Endvierzigerin die Wand ihrer Einbauküche.
(Fast) keine Tabus
Ihr und damit dem hingerissenenen Publikum vertraute sie ihre Hoffnungen und Träume an. Sie resümierte über vertane Gelegenheiten, resignierte angesichts des grauen Alltags. Schauspielerin Ute Hoffmann tat das mit ungeheuer viel Präsenz und in charmantem Schwäbisch. Wenn ihr Kinn weinerlich zitterte, spürte man selbst einen Kloss im Hals; wenn sie süsslich lächelnd das Familienidyll hochstilisierte, blieb einem das Lachen im Hals stecken. Und wenn sie wütend ihren Frust zum Fenster raus schrie, dann hätte man mit ihr auf den kleinen Küchentisch hauen mögen. Sie liess in den drei Akten kein Thema aus, weder Liebe noch Sex, weder Feminismus noch Vegetarismus. Die bittersüsse Komödie von Willy Russell mit ihren süffigen Monologen und frechen Betrachtungen ist auf vielen deutschsprachigen Bühnen ein Erfolg. Sie wurde herzerfrischend und berührend inszeniert von Romy Forlin. Dass sie pfeilgerade ins Herz trifft, ist auch der grossartigen Leistung der Akteurin zu verdanken.
Reise auf die andere Seite
Ein Tisch, zwei Taburettli, ein Gewürzgestell, ein Putzlappen, ein Besen und eben die Wand, mit Postkarten und Kinderfotos ein Fundus für Shirleys Erinnerungen und ihre lakonisch vorgetragenen Einsichten. Das Publikum sass mit der frustrierten Hausfrau in der Küche und freute sich, wenn sie es wagte ihrem Göttergatten die Stirn zu bieten und die Nachbarin zu brüskieren, amüsierte sich über den Kauf leicht frivoler Unterwäsche, litt mit ihr unter Zweifeln und staunte über ihren Mut, der sie dann doch – fast hätte man nicht mehr daran geglaubt – nach Griechenland verreisen liess. Sonne, Meer und eine kleine Affäre haben Shirley Valentin verwandelt. Sie ist dort geblieben. Sie hat sich verliebt – in das Leben!
Gesicht und Stimme
Ute Hoffmann hat all den guten und weniger guten Gefühlen einer Frauengeneration, aufgewachsen im Spannungsfeld zwischen traditioneller Rolle und Emanzipation, ein Gesicht gegeben. Ihr Gesicht sprach Bände. Jede Gefühlsregung hat sie eindringlich und mit einnehmender Ausstrahlung dargestellt. Sie gab den unsicheren, im Leben zu kurz gekommenen Menschen eine liebenswerte Stimme. Sie war echt, temperamentvoll ohne den Bogen zu überspannen, himmeltraurig oder übermütig, und sensibel dort, wo es um Verletzungen und Narben ging,die man imLeben halt davonträgt. Es war eine Freude, der Schauspielerin dabei zuzusehen und mit ihr auf die Befreiung anzustossen.
                                                                                                                               
                                                                                                                                                                                                    
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Sarganserländer | Dienstag, 9. Oktober 2007
An der Wegkreuzung des Lebens
«Warum hat man dieses Leben, wenn man keinen Gebrauch davon macht?» Mit dieser und anderen philosophischen Fragen lässt Shirley Valentine ihr Leben Revue passieren. Ute Hoffmann alias Shirley nahm ihr Publikum im Alten Bad Pfäfers auf eine Reise durch ihr Leben mit.
Von Marianne Stoffel
Bad Pfäfers. – Am Sonntagnachmittag gastierte die Schauspielerin Ute Hoffmann mit «Shirley Valentine oder die heilige Johanna der Einbauküche» im Alten Bad Pfäfers. In einem beeindruckenden Ein-Frau-Theater erspielte sie sich, in der Rolle der 48-jährigen, englischen Hausfrau Shirley, die an eine Wegkreuzung ihres Lebens gelangt, die Sympathie des Publikums. Ute Hoffmann schaffte es über die ganze Dauer der Komödie von Willy Russell, die Rollen von verschiedensten Charakteren natürlich und glaubhaft darzustellen. Lebendig und sensibel realistisch füllte Ute Hoffmann den ganzen Raum.
Was lief falsch?
Nichts ist so richtig schiefgelaufen in ihrem Leben bisher, wenn man von den Kränkungen der Schulrektorin mal absieht. Die heilige Johanna der Einbauküche fühlt sich übersehen und zu einer Dienstleisterin verkommen. Für den Mann bereitet sie all abendlich das Essen vor und serviert es möglichst pünktlich, damit er nicht mit dem Kühlschrank, über ihre Unfähigkeit, ihm ein wohlverdientes Essen herzuzaubern, debattiert. Ein Mann, der erstaunt feststellt, dass «er sie doch liebt» und sich damit, aus ihrer Sicht, einen Freipass ausstellt, sie lieblos zu behandeln. Für die Tochter scheint sie Anlaufstation, wenn sie etwas braucht. Der Sohn ähnelt der Mutter schon eher; in der unkonventionellen Art Fragen zu stellen. Aber wann hat das alles angefangen?
Konversation mit der Küchenwand
Shirley ist selbstkritisch und herzerfrischend ehrlich mit sich selber. Niemand hat die Schuld, dass sie sich in diesem bisherigen Leben verloren hat. Also: Wo ist die Shirley Valentine von früher, die reisen und viel erkunden wollte? Warum verkam sie immer  mehr zu der heiligen Johanna der Einbauküche, die sich aus lauter Einsamkeit gut mit der Wand in ihrer Küche unterhält?
Sie, die humorvoll herausgefunden hat, dass man den Mount Everest besteigen könnte, aber noch nie annähernd da war.Alles belegt, wie sie tapfer feststellt, nach Sigmund Freud, der als erster über solche Themen geredet habe, aber halt doch nicht so genau gewesen war.

Das Wagnis

Nein, eine Feministin ist sie keine, aber ihre einzige Bekannte ist eine, seit deren Ehemann mit dem Milchmann in flagranti entdeckt wurde. Als diese Bekannte sie einlädt, mit ihr zwei Wochen nach Griechenland zu fliegen und ihr auch noch das Ticket spendiert, zeigt sich Shirley hin- und hergerissen. Nach verschiedenen Entmutigungen und Ermutigungen bezwingt sie ihre Angst und verreist, ohne ihrem Mann etwas zu sagen. Sie möchte zwei Wochen das Leben hinter der Wand kosten und herausfinden, wie es sich anfühlt, am Meer Wein zu trinken. Und den Wein da zu trinken, wo er wächst.
Träume werden wahr
Als sie dann alleine mit tränenvollen  Augen auf das Meer blickt und eigentlich der Augenblick gekommen ist, wo ein Traum wahr geworden ist, wird sie einmal mehr nachdenklich. Und jetzt? Scheinen die Träume wirklich nie da, wo wir sie suchen? Am nächsten Morgen wird sie von  dem Griechen Costas auf einen Bootsausflug eingeladen. Shirley geniesst  das Leben, sie spürt jetzt das Leben. Sie findet das Land hinter der Wand. Auf dem Heimweg, schon auf dem Flughafen entscheidet sie sich gegen eine Heimreise. In welches Heim denn auch? Sie befreit sich aus dem Kokon und reckt sich ihre Glieder. Nur mit den Kleidern, die sie am Leib hat und ihrer Handtasche meldet sie sich bei «ihrem» Griechen und beginnt in seiner Taverne zu arbeiten, ohne jedoch irgendeinen Anspruch auf ihn zu erheben. Ihr John vermisst sie natürlich und  nach anfänglichem hilflosem Paschagehabe fliegt er dann doch nach Griechenland, um sie zu holen, aber wer weiss,was sich schlussendlich noch ergeben kann. Sie wartet auf ihn mit einem Glas rotem Wein.
Wer hat gewonnen?
Es war die überzeugende, und nie überhebliche Darstellung eines Lebens, bei dem doch so vieles auch für das Umfeld gut herauskommt,  wenn man den Mut hat, Entscheidungen zu treffen. Und sich manches anders herausstellt, als es auf den ersten Blick ausgesehen hat. Und so hat zu guter Letzt die Shirley Valentine die Oberhand über das Leben gewonnen.

 
                                                                                                                                                                                                     
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Südkurier | Dienstag, 21. August 2007
Gespräche mit der Einbauküche
VON ERIKA MELSBACH
"Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche" ist der Titel eines Ein-Personen-Stücks, mit dem Ute Hoffmann in Gaienhofen im ausverkauften Bürgerhaus ihr Publikum begeisterte.
Bild: Melsbach
 
Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche": Dies ist der Titel eines köstlichen Ein-Personen-Stücks, mit dem Ute Hoffmann in Gaienhofen im ausverkauften Bürgerhaus ihr Publikum begeisterte. Die schlichte Kulisse: Tisch, zwei Stühle, Einbauwand. Inmitten darin bewegt sich Shirley Valentine (48) mit bunter Schürze und Putzlappen und poliert hingebungsvoll die Wand, mit der sie ob ihrer täglichen Hausfrauenroutine allmählich zu reden beginnt. In diese Einbauküche, wo Shirley munter drauflos schwätzt und aus ihrem Alltag berichtet, werden die Zuschauer mitgenommen. Dabei schält Shirley Valentine Kartoffeln, entkorkt routiniert eine Flasche Wein, wovon sie während der klagenden Betrachtungen ihres öden Hausfrauendaseins gelegentlich einen tüchtigen Schluck nimmt.
Wortreich redet sie auf die geduldige Wand ein, schildert ihre familiäre Situation. Da ist der überkorrekt nörgelnde Ehemann; die beiden Kinder sind schon erwachsen und aus dem Haus. Dies alles erzählt sie so plastisch, lebensnah und nachvollziehbar, dazu mit umwerfendem Wortwitz, dass man die Familie förmlich vor sich sieht. So ist nach ungeschriebenem Gesetz donnerstags "Hackfleischtag". Nur diesmal geht das nicht, weil sie aus plötzlichem Einfall die Fleischportion einem bisher rein vegetarisch aufgezogenen "Buchweizengrützehund" vorgeworfen hat. Sorglos entscheidet sie daher: heute gibt es Pommes mit Spiegelei, schält eifrig weiter Kartoffeln und lässt ihren Gedanken freien Lauf, erinnert sich am komische Erlebnisse mit ihren Kindern und Freundinnen. Trefflich werden Personen und Situationen charakterisiert, sitzt Satz um Satz mit schwäbischem Zungenschlag. Das amüsiert die immer wieder hell auflachenden Zuhörer.
Ute Hoffmann hat ihr Publikum fest im Griff, auch durch ihre sparsam eingesetzte Gestik und Mimik. Nun schleicht sich in all die grotesken Alltagsschilderungen wie ein Versucher die Einladung einer Freundin zu einer Reise nach Griechenland - eine verlockende Idee und einmalige Gelegenheit. Und es passiert! Sie entschließt sich, wenn auch mit deutlichem Unbehagen und Gewissensbissen, aber dann doch forsch zu dieser Reise.
Dort ist sie am Ziel ihrer Träume: Meer, Strand, Sonne. Die Küchenschürze hat sie mit einem Ferienkostüm vertauscht. Zwar ist sie auch hier wieder allein, weil die Freundin flugs mit einer männlichen Begleitung verschwunden ist. So berichtet sie einem großen Stein, der da liegt, wie daheim der Wand von ihren Erlebnissen und neuen Empfindungen. Der nette Gastwirt Kostas lässt sie fühlen, dass sie lebt. Und dann spielt sie mit dem Gedanken, da zu bleiben, am Meer, mit den Sonnenuntergängen, dem Wein und Kostas. Doch am Ende verfliegt auch dieser Traum, dank eines hartnäckigen Anrufs des besorgten Ehemanns und der anderweitigen Verpflichtungen ihres Ferienschwarms. Die wiedergewonnene Freiheit aber wird sie sich nicht mehr nehmen lassen - und vielleicht wird auch ihr Mann, wenn er sie abholt, ein wenig davon angesteckt?
Termin: Das Stück mit Ute Hoffmann (Regie: Romy Forlin), dem die Zuschauer stürmisch applaudierten, wird in der Region                                  
Webnews Südkurir
noch einmal zu sehen sein:Am Samstag, 10. November, um 20 Uhr im "Doppelgänger-Theaterforum" Radolfzell.
Gäubote | Montag, 30. Juli 2007
Die heilige Johanna der Einbauküche: Ute Hoffmann in der VHS
Frustrierte Hausfrau
Die Metamorphose einer frustrierten Hausfrau zur selbstbewussten Frau verfolgten am Wochenende die Zuschauer bei drei Vorstellungen in der Volkshochschule. Die in Herrenberg aufgewachsene Schauspielerin Ute Hoffmann, die mittlerweile in der Schweiz lebt, gab das humorvolle wie tiefgründige Einpersonenstück des englischen Autors Willy Russell „Shirley Valentine – Die heilige Johanna der Einbauküche.
VON RENATE MEHNERT
„Warum hat man dieses Leben, wenn man keinen Gebrauch davon macht?, überlegt Shirley Valentine, 48, während sie die Kartoffeln schält, die ihr Mann später misslaunig über sie schütten wird. Sie funktioniert, hat zwei Kinder großgezogen, macht den Haushalt, trinkt gern mal ein Glas Wein. Zum Trost. In ihrer Einsamkeit redet sie mit der Küchenwand. Wobei ihr der Durchblick für ihre Situation keineswegs abhanden gekommen ist. „Was passierte mit Shirley Valentine?, fragt sie die Wand, und antwortet sich selbst: „Sie verschwand einfach".
Doch in ihr beginnt sich Widerstand zu regen, als ihre Freundin Jane sie zu einem Griechenlandurlaub mitnehmen will. Nach inneren Kämpfen lässt Shirley ihre Familie für zwei Wochen zurück und fliegt mit in das sonnige Land, wo sie zu sich findet und das Leben lieben lernt. Ihr nachgereister Ehemann Joe, der sie zurückholen will, trifft nun auf eine selbstbewusste Frau. Die Entwicklung einer Frau „in den besten Jahren , deren Arbeit im Haushalt  von den Familienmitgliedern wenig anerkannt wird, sprach auch bei den drei Vorstellungen in Herrenberg besonders viele Frauen an: Shirleys Weg als vom Leben mehr oder weniger betrogene Frau in der Mitte ihres Lebens hin zu einer, die sich gefunden hat und der Zukunft zufrieden entgegensehen kann. Die Figur der „heiligen Johanna der Einbauküche, die mit Brechts Person aus seinem gleichnamigen Stück allerdings nichts zu tun hat, erschien etlichen im Publikum vertraut, denn sie konnten die Worte der Protagonistin nachvollziehen: „Ich habe keine Träume mehr". Worte, die ihre beginnende Verbitterung erkennen ließen. Man verstand die humorvollen Spitzen und Sottisen, schwieg betroffen bei ihren tiefgründigen, teilweise bitteren Erkenntnissen. Shirley jedoch verliert ihre witzige, ironische und klare Sicht der Dinge nie. Einfach mitreißend, wie Ute Hoffmann alias Shirley den nach Siegmund Freud höher- beziehungsweise minderwertigen Orgasmus von Mann und Frau erklärte. Sie zeigte aber auch deren Verletzlichkeit, zum Beispiel, als sie verschämt das für den Urlaub erworbene Seidenhemd vorführt oder ihrer Spieldose lauschte.
Ute Hoffmann-Langenberger spielte unter der Regie von Romy Forlin die Wandlung der frustrierten Hausfrau und nicht mehr gefragten Mutter zweier Kinder hin zu einer erblühten, selbstsicheren Frau, die am Ende sogar dem frustrierten Ehemann Hoffnung für eine mögliche Lebensperspektive vermitteln kann, mit eindrucksvoller Intensität. Ihre Shirley spricht schwäbischen Dialekt, was jedoch nur anfangs gewöhnungsbedürftig ist, wenn von Jane, ihrer Freundin, Joe, ihrem nörgelnden Mann oder vom Sohn Brian, der sie als Einziger versteht, die Rede ist. Denn die Klagen der englischen Hausfrau Shirley könnten genauso gut die einer schwäbischen sein.
Die in Gültstein aufgewachsene und seit vielen Jahren in Bad Ragaz lebende Schauspielerin und Mutter dreier Kinder ist seit 1998 Mitglied der dortigen Theatergesellschaft. Neben zahlreichen Kleinrollen und Sketchen ist sie in Hauptrollen aufgetreten, hat zudem Regie geführt. Mit verschiedenen Stücken war sie bereits auf Tournee. Mit dem Einpersonenstück „Shirley Valentine des 1947 geborenen und aus einer Arbeiterfamilie stammenden englischen Autors, Dramatikers und Komponisten William „Willy" Martin Russell, tritt die Schauspielerin seit März auf. Die Bedingungen der ersten, sehr gut besuchten Vorstellung auf der Freilichtbühne im Innenhof der VHS erwiesen sich als nicht optimal, zu stark störte der Verkehr. Manches akustische Detail, etwa die zarte Musik der Spieluhr mit  dem Papageno- Thema aus der Mozart’schen „Zauberflöte, ging im vorbeirauschenden Autolärm unter. Die beiden weiteren Vorstellungen  fanden deshalb im „Forum im Gewölbe statt.
 
                                                                                                                                                                                                    
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WERDENBERGER & OBERTOGGENBURGER | SAMSTAG, 26. MAI 2007
Von vergessener Verrücktheit und verlorenem Lebenssinn
Tragisch-komisch, süffisant, pointiert und kurzweilig präsentierte Ute Hoffmann am Donnerstag im fabriggli ihr zeitkritisches und feministisch untermaltes Solostück «Shirley Valentine oder Die Heilige Johanna der Einbauküche».
 
Von Armando Bianco
Buchs. – 95 Minuten allein auf der Bühne im Fokus des Publikums zu stehen, ist schon eine Leistung für sich. Wenn die Zeit für den Zuschauer, der bei Ute Hoffmann mehr noch ein Zuhörer ist, wie im Flug vergeht, die Unterhaltung zu keinem Augenblick den Spannungsbogen verliert, gelangt man an die Schnittstelle zum professionellen Schauspiel. Das mit Schalk und Dreistigkeit, mit Ach und Weh, mit Tragikomik und Heiterkeit im Wechsel vorgetragene Stück «Shirley Valentine oder Die Heilige Johanna der Einbauküche» riss die rund 100 Personen am Ende der Vorführung zu einem Applaussturm hin.
 
Die Angst im Nacken
Eigentlich wäre auch Schockiertheit angebracht gewesen, denn wohl kaum einer, der sich nicht selbst in dem Stück über verlotterte Liebe und verlorenen Lebensmut erkannt hätte. Entblösst die da auf der Bühne einfach ihr Leben, das einem in vielen Situationen ja so bekannt vorkommt. Das Schauspiel wird zum Blick in den Spiegel. Und da darf man Ute Hoffmann ruhig Absicht unterstellen.  Mit einer Prise Überspitztheit, pointierter Süffisanz und in fortwährendem Tempo erzählt die in Bad Ragaz lebende Schauspielerin aus einem Lebensabschnitt, der weder Fisch noch Vogel zu sein scheint. Die Verrücktheit eines Teenagers längst hinter sich, die  Angst vor der nahenden Trägheit im Nacken, lässt Shirley Valentine ihren Ehemann Joe, der so ganz und gar nicht nach ihren Vorstellungen ist (es aber früher, viel früher einmal gewesen ist), samt Kindern, Einbauküche und trister Vergangenheit hinter sich. Nach Griechenland soll es gehen, zwei Wochen Rhodos und schmackhafte Oliven, der erste Reisepass überhaupt ist ausgestellt, welch ein Stolz in Shirley Valentine steckt. Die Kosten für den Urlaub berappt eine nicht ganz linientreue feministische Freundin.
 
Adieu, du schäbige Zeit

Mit jedem Tag, da die Abreise näher rückt, schwindet die Vorfreude, steigt stattdessen die Angst vor der Ungewissheit, sie hadert mit sich. Was macht das denn für einen schäbigen Eindruck, eine 48-Jährige, die ohne ihren Angetrauten in den Süden reist, da denkt doch jeder – Sie wissen schon. Und so wirds dann auch kommen. Plötzlich taucht er in ihrem Leben auf, Costas, ein Grieche wie von der Leinwand. Nein, nein, er hege keine Absichten, versichert er schon in der ersten Nacht. Shirley, erleichtert, lässt sich zu einer Fahrt mit Costas Boot – Costas angeblichem Boot – einladen, später am Tag passiert es. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der baldigen Enttäuschung – Costas zieht die Nummer sogleich mit der nächsten durch – bleibt Shirley letztlich mit neuem Job und alter Hoffnung in Rhodos. Ute Hoffmann hat in den letzten zehn Jahren mit Zielstrebigkeit den Weg von der Laienbühne in eine höhere Liga geschafft. In verschiedensten Rollen hat sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerin bewiesen. Zusammen mit Regisseurin Romy Forlin aus Mels und der Unterstützung ihres Ehemannes Peter Hoffmann – der aus dem richtigen Leben und nach den wirklichen Vorstellungen – bringt sie derzeit ihr erstes Solostück auf die Bühnen der Region.
 
Auf dem richtigen Weg
Ute Hoffmann hat an diesem Abend Präsenz und Stehvermögen bewiesen, wechselte elegant die Rollen, stellte nicht sich, sondern die Geschichte in den Vordergrund. Nur menschlich ist es da, dass bei 95 Minuten Sprechzeit einige wenige Holprigkeiten in der Dialogführung zu erkennen waren. Doch wer sich auf dem richtigen Weg fühlt, und das muss Ute Hoffmann sich angesichts des Erfolges, kann daran nur wachsen. Der Kulturbetrieb fabriggli hat mit diesem Engagement eine neue schauspielerische Facette nach Buchs gebracht. Derart vielseitig sind dort auch die kommenden Wochen, wie ein Blick in das aktuelle Programm zeigt.

 
                                                                                                                                                                                                    
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Liechtensteiner Vaterland | Montag 14. Mai 2007
Ein Leben zwischen Wollen und Sein
 
In der letzten Vorstellung dieserSpielsaison im SchlösslekellerVaduz erlebte das erstaunte und hin- und hergerissene Publikum eine Ute Hoffmann als Shirley Valentine, die als Hausfrau und Mutter während langer Ehejahre im «Dienstleistungs-verhältnis » gelandet und sich selbst abhanden gekommen ist.
 
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Christa Tauern
In der Putz- und Wischuniform einer Hausfrau konnte man eine bezaubernde, nicht mehr ganz junge Shirley vor dem Hintergrund einer auf ein Minimum reduzierten Einbauküche sehen, die – gefangen in der Lethargie der ewig wiederkehrenden Arbeiten und ohne Ansprechpartner – begonnen hat, mit der Wand zu reden. Hier hat sie jemanden, dem sie ihren Frust, ihre Wut, ihre Träume und Sehnsüchte mitteilen kann. Da ist der Ehemann, der zwar behauptet, sie zu lieben, jedoch in den Alltagsfesseln stecken geblieben ist. Die beiden Kinder, der Sohn und die Tochter, leben ebenfalls in einer ihr fremden «maulenden Null-Bock-Welt». So ist sie allein, und ihr Leben ist leer. Doch dann passiert es, dassihre Freundin Jane sie zu einer Reise nach Griechenland einlädt. Jetzt ist sie da, die Möglichkeit, ihr tristes Küchendasein noch einmal mit Leben zu füllen. Vor ihren Augen sieht sie schon das Meer und die endlosen Strände, aber ... Schon sind Ängste da, wie er, der Mann, sich drei Wochen lang selbst versorgen muss. Jane aber steckt sie mit ihrem Mut an (sie ist Feministin, seit sie ihren Ehemann mit dem Milchmann im Bett erwischt hat). Als sie sich schon fast entschlossen hat, die Chance zu nutzen, nimmt ihr ihre Tochter scheinbar allen Mut, indem sie findet, dass die Mutter eigentlich «für so etwas» zu alt sei. Ute Hoffmann balanciert in herrlichen Monologen mit der Wand zwischen Wollen und Sein, zwischen Angst und Mut, bis endlich dann doch die Reise stattfindet. Das Abenteuer Griechenland gelingt. Die kleine, ängstliche Hausfrau blüht auf, verliebt sich sogar, jedoch nicht für lange. Und eines gelingt ihr: Sie hat sich in die Vorstellung verliebt, noch einmal zu leben. Ob sie für immer in Griechenland bleibt oder wieder zu ihrem Mann zurückkehrt, bleibt offen.
 
Die Ein-Frau-Komödie von Willy Russel hat Ute Hoffmann mit ihrem natürlichen Charme und einer  beachtlichen Entwicklung von der Amateurschauspielerin zur Schauspielerin, der man die Professionalität jetzt nicht mehr absprechen kann, begeisternd
gemeistert. Sie hat sich von einer Sekunde zur anderen zum nörgelnden Ehemann, zur überkandidelten Jane, zur neidischen ehemaligen Schulfreundin Marion, zur Tochter, zur Nachbarin und zum griechischen Lover gewandelt und das Stück mit quirligen Leben gefüllt. Während sie mit ungeheurer Konzentration gespielt hat, liess sie die zahlreichen Pointen wie beiläufig fallen und hat sich nie auf den Lachern ausgeruht. Auch die leicht anrüchigen Stellen hat sie naiv unterspielt und die Spannung mit ihrer tempogeladenen Ausdruckskraft aufrecht erhalten. Dass der schwäbische Dialekt einen beachtlichen Anteil am vergnüglichen Spiel hatte, war offensichtlich.
Es ist eine gelungene Vorstellung gewesen, die vom Publikum mit begeistertem und sich oft wiederholendem Beifall belohnt wurde. Im Gespräch mit der Regisseurin dieser Komödie, Romy Forlin, ist dann deutlich geworden, dass alles, was so federleicht dahingeworfen schien, in einer halbjährigen Arbeit in mühevollem Ringen um die Gestaltung jedes Satzes entstanden ist. Die noch folgenden  Aufführungen in der Region sind zu empfehlen.            
                                                                                                                                                                                                   
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Liechtensteiner Volksblatt | Montag, 14.Mai 2007
Nie mehr mit der Wand reden
Ute Hoffmann als schwäbische heilige Johanna im Schlösslekeller Vaduz
 
VADUZ – Der englische Dramaturg William Russell aus Liverpool hat das Erfolgsstück «Shirley Valentine» geschrieben. Für sein Drehbuch bekam er die Oscar-Nominierung, als man 1989 den Film gedreht hat. Ute Hoffmann, die in Bad Ragaz wohnhafte Schauspielerin, hat daraus ein Monodram gemacht. Sie begeisterte das Publikum völlig mit ihrer one-woman-show am Freitag im Schlösslekeller.
 
• Wieslaw Piechocki
Die junge Französin Jeanne d’Arc starb 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen. Erst 1920 wurde sie heilig gesprochen. Für den Engländer George Bernard Shaw war das ein Ansporn. Er schrieb 1923 sein Stück «Saint Joan» darüber. Bertolt Brecht schloss sich bald darauf an die Thematik an, indem er 1930 seine «Heilige Johanna der Schlachthöfe» präsentierte. Der Untertitel Ute Hoffmanns Bühnenproduktion «Die heilige Johanna der Einbauküchen» ist eine klare humoristische Anspielung auf das Stück von Brecht. In der szenischen Version von Ute Hoffmann bleibt natürlich insofern viel von den Ursprungsthemen, indem sie genau das Gegenteil der französischen Märtyrerin darstellt. Sie will keine einsame Hausfrau sein. Sie will kein Raub der Flammen wie die mittelalterliche Französin werden. Es reicht schon, dass sie ein Opfer ihres mürrischen und müden  Ehemannes und des ganzen blöden Putzmittelkrams ist. Sie will endlich frei sein. Die einzige Gesprächspartnerin im Haushalt bleibt alltäglich stundenlang die Küchenwand. Die Kinder Brian und Milandra sind gross und flügge, der Mann arbeitet im Büro und er will abends keine Pommes mit Spiegelei essen. Eine Kriese in allen Bereichen: Gefühle, Partnerschaft, Sex, Zukunftsaussichten ... Was tun? Die Wand gibt keine Antwort darauf. Die Freundin Jane, eine Feministin, die behauptet, jeder Mann sei ein potenzieller Vergewaltiger, weiss Rat: Wir, zwei Frauen, fahren in den Urlaub nach Griechenland. Jane lernt im Nu einen Partner für ein paar Tage kennen, Shirley erlebt auch am Meer eine Affäre mit Kostas, der für sie im erotischen Sinne ein neues Amerika entdeckt. Aber die ganze Geschichte endet nicht banal. Shirley kommt nicht mehr zum Kartoffelnschälen nach Liverpool zurück. Sie will die neue Freiheit geniessen. Denn niemand wird sie zu Hause vermissen ...  
Humor und Ernst con fuoco
Meisterhaft zeigt Ute Hoffmann ihre fachlichen Möglichkeiten. Nach ihrem langen Zögern, tiefem Grübeln, schizophrenem Zweifeln, war ich als Zuschauer überzeugt, dass sie nicht nach Griechenland fliegt. Aber sie spielt überzeugend, bewegt sich dynamisch, weint rührend, lacht ansteckend, kämpft mit Schuldgefühlen, fletscht die Zähne vor Wut, stellt Ängste vor dem Leben jenseits der Wand dar und malt Befürchtungen und Krisen im menschlichen Ausmass aus. Eine grandiose Leistung! Es steckt viel Arbeit dahinter: Zwei Stunden allein auf der Bühne und keine Musikunterstützung. Wer dank des sehr guten Textes und der schauspielerischen Leistung etwas über die Ehe, Wunden und Narben, Zwänge und Befreiung in der Magie des Theaters erfahren will,  kann Ute Hoffmann noch in Buchs (24. Mai, im Fabriggli) oder in Bad Ragaz (1., 2., und 15. Juni, im  Löwenkeller) sehen.      

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Sarganserländer | Montag 2.04.2007
Die Premiere stürmisch gefeiert
Die Premiere von «Shirley Valentine» mit Ute Hoffmann aus Bad Ragaz wurde am Freitag im Alten Kino in Mels stürmisch gefeiert.
Die anschliessende Premierenfeier feierte man bei griechischen Snacks und Wein gerne mit.

Von Katrin Wetzig
Mels. –
Welche Frau kennt sie nicht – die Eintönigkeit des Hausfrauendaseins und die Gefahr der ehelichen Verödung, wenn Frau sich selbst verloren gegangen ist? Shirley Valentine, wohnhaft in Liverpool, verheiratet mit Joe Bradshaw und Mutter von zwei erwachsenen Kindern hat irgendwann damit angefangen, ihren ganzen Frust mit der Wand ihrer Einbauküche zu teilen. Sie fragt sich «Warum hat man dieses Leben, wenn man davon keinen Gebrauch macht?»
 
Das Land jenseits der Wand
Shirley Valentine ist auf unergründliche Weise einfach irgendwann zum «Gebrauchsgegenstand Mutter (Ehefrau) » verkommen. Alle jugendliche Unabhängigkeit und Verrücktheit ist ihr in ihrer 20 Jahre andauernden Ehe unbemerkt abhanden gekommen. EinKonflikt mit Pascha-Ehemann Joe hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Shirley nimmt die Einladung ihrer feministischenFreundin Jane an und packt den Koffer für eine Ferienreise nach Griechenland. Von Selbstzweifeln geschüttelt, springt sie allerdings bis zur endgültigen Entscheidung zwischen dem Mut der Verzweifelten und der pflichtbewussten, treu sorgenden Ehefrau hin und her. Man lernt bei diesen Selbstgesprächen ganz nebenbei noch die ewig bessere Marion Meyer kennen, die zu Shirleys Überraschung nicht Stewardess, sondern Edelnutte geworden ist – dazu die selbstbewusst wirkende aber schlussendlich doch nicht so mutige Jilian. Shirley reist jedenfalls tatsächlich in das «Land jenseits der Wand». Sie fliegt mit Jane nach Griechenland, und sie macht alsbald doch noch «Gebrauch von diesem Leben». Dies in aller Kürze zum Inhalt des Stückes. Gesehen haben muss man diese Kultkomödie schon selber.
 
Erleichtert und sichtlich gerührt
Bereits der Wortwitz ist genial («…stimmt doch Wand, oder?») Koppelt man diesen mit wohldosierter Gestik und Mimik, dem «abschreckend öden» Interieur einer 20-jährigen Einbauküche und ebensolchem Kostüm, so scheint der Erfolg garantiert. Die Situationskomik entsteht auch durch die wechselhafte Gefühlswelt. Die ganze Bandbreite von traurig, mutlos betrübt über wütend bis hin zu schlagfertig selbstbewusst und siegesgewiss will umgesetzt sein. Die quirlige und vielseitig interessierte Ute Hoffmann – als Persönlichkeit genau das glatte Gegenteil dieser Shirley Bradshaw (geborene Valentine) – wählte dieses Stück vor rund eineinhalb Jahren bewusst aus, sah es auf der Bühne und verfolgte zielstrebig die eigene Umsetzung. Die seit 1998 aktiv dem  Theater verfallene Hoffmann wagte damit ihr erstes Bühnensolo – und gewann! Der lang anhaltende Applaus und die vielen Blumen sprachen eine deutliche Sprache. Fast zwei Stunden lang war man durch Hoffmanns Monologe bestens unterhalten worden.                                                       
Versierte Unterstützung
Besonders dankbar zeigte sich die sichtlich erleichterte und ergriffene Ute Hoffmann nach der erfolgreichen Aufführung für die Unterstützung versierter Theaterfachleute – darunter auch Regisseurin Romy Forlin und Produktionsleiterin Barbara Rosenbaum. Was vielleicht irritiert haben mochte, war einzig der Dialekt, in dem dieses Stück aufgeführt wird. Es ist Hoffmanns Muttersprache Schwäbisch, hier und da unbewusst durchsetzt von Schweizer Mundartbrocken. Doch das tat dem Spass keinen Abbruch. Immerhin  wurde immer an den passenden Stellen herzhaft gelacht. Die anschliessende Premierenfeier liess man sich genussvoll auf der Zunge zergehen und liess Shirley Valentine / Ute Hoffmann gerne noch etwas nachwirken und hochleben.
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Radio Rii   Kulturnews vom 30.3.07
Note
Sarganserländer | Kulturnews 28.3.2007
Ein zeitkritisches Stück feiert Premiere im Alten Kino Mels
 
Die Bad Ragazer Schauspielerin Ute Hoffmann feiert mit dem sozialkritischen und zeitlosen Solostück «Shirley Valentine» am kommenden Freitag Premiere im Alten Kino Mels.
 
Armando Bianco
Mels. – Ute Hoffmann ist schon auf so manchen Bühnen gestanden und in manche Rollen geschlüpft, der kommende Freitag wird aber auch für sie zu einem besonderen Tag: Mit dem Stück «Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche» feiert sie ihre Solo-Premiere im Alten Kino Mels.
 
Bis zur unerwarteten Wende
«Warum hat man dieses Leben…wenn man keinen Gebrauch davon macht?». Diese Frage lässt Shirley, geborene Valentine, Hausfrau und Mutter zweier erwachsene Kinder, Taten folgen. In all den Jahr, in denen ihre Ehe immer mehr zu einem Dienstleistungsverhältnis verkam, ist Shirley sich selbst nach und nach abhanden gekommen. In der Einöde ihrer täglichen Hausfrauenroutine hat Shirley sogar angefangen, mit der geduldigen Wand der Einbauküche zu reden. Da bringt die Einladung einer Freundin zu einer Reise nach Griechenland nicht nur Sonne und Meer, sondern auch die unerwartete Wende in ihren Leben.
Regie im Stück von Ute Hoffmann führt Theaterpädagogin Romy Forlin. Der Autor, Willy Russell, 1947 in der Nähe von Liverpool geboren. Er hat nebst der mehrfach ausgezeichneten und verfilmten Komödie «Shirley Valentine» weitere bekannte Bühnenstück von Amusement  und Glanz geschrieben. Ute Hoffmann steht am Tag nach der Premiere noch ein weiteres Mal auf der Bühne im Alten Kino Mels. Danach wird es weitergehen auf  verschiedensten Kleinbühnen in der Ostschweiz und Deutschland.
 
Reservationen: Telefon 081/723 73 30, info@alteskino.ch. Informationen unter www.taff-theaterproduktion.com                                          Download des Artikels
WERDENBERGER & OBERTOGGENBURGER | FREITAG, 10. NOVEMBER 2006
Einkaufszettel braucht sie nicht     
 
Mit dem sozialkritischen und zeitlosen Stück «Shirley Valentine» wagt sich Ute Hoffmann aus Bad Ragaz im nächsten Frühling erstmals solo in die Kleintheater der Region. Von einer Karriere, die so nie geplant war.
Von Armando Bianco
 
Bad Ragaz. – «Seit sie Theater spielt, ist sie ausgeglichener im Familienleben », sagt Ehemann Peter Hoffmann baren Ernstes. Wenn das einer weiss, dann ist er das. «Möglich, dass ich auch schwerer zu durchschauen bin», stellt Ute Hoffmann keck in den Raum. Kommt sie in Fahrt, dann weiss man nicht immer so recht, ob sie nun unbewusst einer Rolle verfallen ist, ob sie Mimik, Gestik, Sprache akzentuiert einsetzt, oder ob es einfach sie selbst ist. Gäbe es ein früheres Leben, muss Ute Hoffmann wohl ein Chamäleon gewesen sein.
 
Eine Lebensschule
Dass sie einges Tages als Schauspielerin auf der Bühne landen würde, lässt ihr Werdegang nicht vermuten. Gemacht hat sie ja schon vieles. Sie ist seit 13 Jahren als akribische Lektorin in der katholischen Kirche tätig, leitet mit Idealismus die Ludothek, hat in der Guggenmusik die Posaune geschwungen und fasziniert Kunstfreunde
als Skulpturenführerin. «Und, ach ja, daneben manage ich ein kleines Familienunternehmen, bin Ernährungslieferantin, Raumpflegerin, Krankenschwester, Terminsekretärin, Freizeitanimateurin, Sozialpädagogin und mehr», sagt die dreifache Mutter ohne mit der Wimper zu zucken. Langeweile kennt sie nicht, Langeweile will sie nicht. Die zahlreichen Aktivitäten waren und sind für Ute Hoffmann eine Lebensschule, Bühnenschule, mehr aber noch: «Die Schauspielerei, das Einstudieren von Texten und Rollen hält mich auf der geistigen Ebene hoch», sagt sie. Heute braucht sie keinen Einkaufszettel mehr.
 
Hauptrolle um Hauptrolle
Die ersten Kontakte mit dem Bühnenwesen hat sie 1999 bei der Theatergesellschaft Bad Ragaz gemacht, heute führt sie dort Regie. Ohne Theatergesellschaft Bad Ragaz keine Schauspielerin Ute Hoffmann und umgekehrt, ist man geneigt zu sagen. Spieltalent hat sie zweifellos, umsetzen kann sie es auch. Und so kamen die Hauptrollen schnell und zahlreich. Letztes Jahr hat sie beispielsweise als «Fräulein Rottenmeier» an den Heidi-Freilichtspielen in Maienfeld mit ihrer Rolle für Furore gesorgt. Wichtig für die Karriere war auch die Hauptrolle im Stück «Venedig im Schnee», welches letztes Jahr vom Verein Theater Karussell (Eschen) unter der Regie von Ingo Ospelt produziert und vom Publikum gefeiert wurde. Ute Hoffmann hat ihren Teil zum Erfolg beigetragen.
 
Tournee in Planung
Getreu dem Sprichwort «Wer rastet, der rostet» hat sich Ute Hoffmann in den letzten Jahren konsequent und zielgerichtet fortgebildet. Nicht zuletzt Wille und Eifer waren es, die ihr den Weg auf die Schauspielbühnen geebnet haben. Mitunter war auch etwas Glück dabei, sie war so manches Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort bzw. auf der richtigen Bühne. Kommen die ganze Planerei und Proberei wie erhofft voran, feiert Ute Hoffmann mit «Shirley  Valentine» Ende März Premiere im Alten Kino Mels. Regie führt dabei die Theaterpädagogin Romy Forlin. Auf Tuchfühlung geht Ute Hoffmann mit dieser Spielstätte bereits Ende dieses Jahres in der Eigenproduktion «Die kleine Hexe». Danach soll es weitergehen auf verschiedensten Kleinbühnen in der Ostschweiz, Bodenseeraum und im Vorarlberg.

 
                                                                                                                                                                                                    
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Der Rheintaler |  DIENSTAG, 10. AUGUST 2010
«Warum hat man Wünsche?»
Im Rahmen des vierten Anlasses der «Walzehuser Bühni» am vergangenen Samstag brillierte Ute Hoffmann in dem Ein-Personen-Stück «Shirley Valentine» oder «Die heilige Johanna der Einbauküche» von Willy Russell.

ESTHER WÜTHRICH
WALZENHAUSEN. Rund 100 Besucherinnen und Besucher vermochte die «fast einheimische» Darstellerin über 90 Minuten mit ihrem fulminant in Szene gesetzten Monolog und einer überraschend breiten Palette ihrer Gefühlswelt spielend zu fesseln. Gross waren nicht nur die Gefühle, sondern auch der Applaus am Ende der meisterhaft gespielten
Komödie in der Walzenhauser Mehrzweckhalle vergangenes Wochenende. Die Geschichte einer Hausfrau mittleren Alters, Liverpooler Arbeiterklasse, konzentriert sich auf die Verwandlung ihres Lebens vor und nach ihren Griechenland-Ferien. «Warum hat man dieses Leben… wenn man keinen Gebrauch davon macht?»
Shirley Valentine, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, stellt sich diese und andere existenzielle Fragen  im Zwiegespräch mit der Küchenwand ihrer Einbauküche – der sie sich aus Not und Gewohnheit mit ihren Selbstgesprächen zuwendet. Einst glücklich mit ihrem Mann Joe, ist ihr Eheleben nach all den Jahren zu einer Farce – einem besseren Dienstleistungsverhältnis  verkommen. Was haben sie falsch gemacht? Joe’s Meinung nach handelt es sich bei Shirleys Allüren einzig um die Wechseljahre.
Sich abhanden gekommen
Ute Hoffmann greift tief in die Gefühlskiste bei der Darstellung von Shirleys Rekapitulationen und provoziert damit beim Publikum tiefe Betretenheit bis hin zu unkontrollierten Lachern: « Früher bin ich von Türmen gesprungen, heute überfällt mich schon auf dem Gehsteig ein Schwindelgefühl.» Ihre Fragen und Einsichten spüren verletzte Gefühle, Resignation, falsche Erwartungen und vergessene Wünsche auf und die Tatsache, dass sie sich selber in der Alltagsroutine als Mutter und Hausfrau selbst abhanden gekommen ist. Mit der Einladung ihrer Freundin Jane, nach Griechenland zu reisen, gerät nun ihr gesamtes Konstrukt Leben ins wackeln. Nach einem langen inneren Kampf voller Schmerz und Niederlagen fasst sie schliesslich den Mut, sich auf das Abenteuer Leben neu einzulassen – ohne Rücksicht auf Verluste. Einzig eine kurze Nachricht hinterlässt sie « ihm» – ihrem Ehemann, Gründer und Verfechter des elften Gebots: «Donnerstags gibt es Hackfleisch und Pommes Frites.»
Unerwartete Wende
In Griechenland auf sich selbst gestellt – ihre Freundin lässt sich schon im Flugzeug auf ein Techtelmechtel ein – geniesst sie Sonne, Meer und Costas, Wirt einer Taverne und Verführer. Allerdings gesteht sie sich ein, dem unerfüllbaren Traum von Jugend und Liebe nachzueifern. Mit der Zeit und erneuter Einsicht kehrt nach der Sinnlichkeit nun auch Selbstvertrauen wieder in ihr Leben ein. Shirley beginnt, sich wieder selbst zu mögen. Trotzdem zerknirscht

ob der Rückkehr in ihr altes Leben, entscheidet sie sich in letzter Minute, das Flugzeug nicht zu besteigen. Zum Verdruss ihres Angetrauten. Sie kehrt in die Taverne zurück, jedoch nicht als Costas’ Geliebte, sondern als seine Serviererin. Joe bekommt nach zwei fehlgeschlagenen Kommunikationsversuchen per Telefon eine weitere Chance: nämlich in Griechenland auch sich selbst und seinen tiefen, wirklichen Wünschen wieder näher zu kommen.
Publikum fühlte mit
Dass Shirleys Auseinandersetzung und tief schürfende Reise der Erkenntnis durchaus realistisch und nicht nur für die Frauen ein Thema ist, spiegelten stille Betroffenheit und Lacher des Publikums.

                                                                                                                                                                                                    
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